Hornhautverkrümmung Operation
Wenn medizinisch die Begriffe Stabsichtigkeit oder Astigmatismus auftauchen, dann leidet der Patient unter einer Hornhautverkrümmung am Auge. Eine Hornhautverkrümmung besteht, wenn eine unterschiedliche Wölbung an den Seiten der Hornhaut vorliegt.
Ist die Stabsichtigkeit stark ausgeprägt, kann unter Umständen eine Operation unumgänglich werden, damit der Patient seine Sehfähigkeit wieder deutlich verbessert. Durch die gekrümmte Hornhaut und die damit geänderte Abbildung auf der Netzhaut erscheinen die wahrgenommenen Bilder verzogen und verschwommen. Fehlen jedoch Kurz- oder Weitsichtigkeit, kann die vorhandene Hornhautverkrümmung gut zur Gegenseite ausgeglichen werden, wodurch eine bessere Sehfähigkeit ermöglicht wird. Zu beachten ist hier jedoch, dass eine Hornhautverkrümmung nicht selten mit normaler Fehlsichtigkeit verwechselt wird. Ebenso können organische Ursachen, früh-kindliche Unterentwicklung oder Schäden an der Netzhaut, Auswirkungen auf die Sehschärfe haben. Diese Faktoren sollten bei allen augenärztlichen Untersuchungen mit einbezogen werden.
Gelingt es nicht, die Hornhautverkrümmung mittels Sehhilfe oder weiteren Verfahren wie beispielsweise der Lasik auszugleichen, hilft oft nur noch eine Hornhautverkrümmung Operation. Mittels verschiedener Hornhautschnitte erfolgt hierbei eine operative Korrektur zum Ziele der Begradigung und anschließender Wiederherstellung der Sehschärfe.
Die Operation am Auge erfolgt in mehreren Schritten. Eine Vollnarkose ist hierbei nicht erforderlich, in der Regel genügt eine örtliche Betäubung mittels spezieller Augentropfen.
Anhand eines Operationsmikroskops werden an beiden Seiten der Hornhaut Markierungen vorgenommen und die Stärke der Hornhaut gemessen. Der Patient erhält danach eine örtliche Betäubungsspritze, auch Retrobulbäranästhesie oder Paraanästhesie genannt, in Nähe des Augapfels. Je nach Stärke der Krümmung erfolgt nun die meist beidseitige Abtragung der Hornhaut. Je nach Schichtdicke wird hier meist eine Schnitttiefe von 70 oder 80 Prozent nötig. Die gesetzten Einschnitte bedingen eine selbstständige Regenerierung der Hornhautverkrümmung. Nach Abschluss der Operation erhält der Patient einen Verband; Folgeoperationen werden selten notwendig.